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Location:
Zürich, CH

Landesmuseum Zürich

Das schweizerische Landesmuseum befindet sich im südlichen Abschluss des Platzspitz-Parks, begrenzt von den beiden Flussläufen, der Limmat im Osten und der Sihl im Westen. Der Baukörper markiert das beanspruchte Territorium zum Bahnhof bis an seine natürlichen Grenzen, Dies generiert auf der Südseite einen urbanen Strassenraum, der mit der Lage des Vorplatzes an die Sichtachse durch die Bahnhofshalle mir der Bahnhofstrasse verbindet. Auf der Westseite der Sihl findet die Limmatstrasse ihren Abschluss, die Sichtachse endet im Bereich der Notzufahrt der Sanität zum Shopville. Die klare Orientierung des Altbaus an den Bahnhof ermöglicht nördlich den einzigartigen Grünraum für den Stadtpark.

Der bestehende Museumsbau zeichnet sich durch seine markanten vertikalen Akzente aus, welche aus den nahen und dem entfernteren Umfeld deutlich wahrnehmbar sind. Das Projekt sieht die Museumserweiterung in Form von zwei Baukörpern, eingeschossig, exzentrisch zu den bestehenden Gebäudefluchten, zwei Stadtbaukörper. Kardinale Markierungen im urbanen Kontext, besetzten die öffentlichen Zugangsbereiche. Das Projekt folgt dem Prinzip der „Besetzung des Grundstückes bis an die natürliche Grenze“ auf der Nordseite, und unterstützt die tangentialen Wegführungen entlang der Flussläufe zum Park. Die unterirdischen Anbindungen an den Bahnhof werden mit den neugestalteten Aufgängen verstärkt.

Das neue Eingangsgebäude für das Museum liegt in der Sichtachse zur Bahnhofsstrasse. Lang, flach; der transparente Baukörper bleibt, im Gegensatz zum Altbau, in seiner Höhenentwicklung gedrungen. Das grosse Vordach vermittelt in der Fussgängerebene das Zeichen des Eingangs und der Kommunikation, lässt jedoch die Sichtverbindungen zu den vertikalen Akzenten des Museums bestehen. Das Zusammenspiel zwischen hoch und tief, horizontal – vertikal, massiv und leicht, integriert die Erweiterung in die Gesamtanlage.

Die Vorfahrt für Reisebusse und Taxis gewährt beim Haupteingang eine gute Anbindung des motorisierten Verkehrs. Im Untergeschoss binden Studiokino, Shop und Multimedia das Landesmuseum an die Ladenpassage an.

Die erweiterten Ausstellungen, befinden sich im westlichen Bereich.  Der Neubau wurzelt am Kopf der Zollbrücke. Der öffentliche Zugang zum Park kommt zwischen Baukörper und Sihl zu liegen. Die weitgespannten Vordächer des Ausstellungskörpers kennzeichnen Orte der Öffentlichkeit, des Treffens und der Gemeinschaft. Ist dies auf der Nordseite die Vermittlung vom Aufgang Shopville zu einem eigenständigen Eingang „Sonderausstellung West“, zeichnet im Süden das Dach den Aussenraum der Veranstaltungsräume.

Im Zwischenraum zum Altbau erschliesst eine neue Rampe den neuen Warenumschlagplatz im Untergeschoss. Die Anlieferungen, die Parkplätze und die Ausstellungsvorbereitung werden in diesem Bereich von der Museumsstrasse ebenerdig erschlossen.

 

Bauherrschaft: Bundesamt für Bauten und Logistik Schweiz

Planung: Rossetti+Wyss Architekten, Lüchinger Meyer Partner AG, Waldhauser Haustechnik AG

Wettbewerb: 2001