Date:
Location:
Zürich, CH

Pavillon Zürich

Die Natur ist der Raum – der Raum ist in der Natur.

Der Pavillon wird mit einem Blick durchschaut, zu transparent sind seine Grenzen und Abschlüsse. Tragende Stützen trennen das Dach von der angehobenen Bodenplatte, welche sich an den angrenzenden Altbau anschmiegt, zum Sockel wird und eine unterirdische Verbindung zwischen den Baukörpern bildet. Die Einfachheit der Struktur und deren Materialität lässt sich wie ein offenes Buch lesen.

Doch der Einfachheit des Resultats liegt ein außergewöhnlicher Prozess zu Grunde. Der bestehende Altbau steht unter Denkmalschutz und außerhalb der Bauzone. Ein paritätischer Prozess zwischen Baubehörden, Politik und Planern führt dank den abgestimmten, gemeinsamen Zielsetzungen zum Resultat. Der Baukörper wird senkrecht zum Altbau angelegt und ordnet sich in Lage und Form dem Bestand unter.

Im Altbau herrschen enge und kleinteilige Verhältnisse, welche dem Gebäude entsprechen und zuvor sorgfältig in Stand gesetzt wurden. Der Wunsch der Bauherrschaft war eine Erweiterung, welche einen grösseren Raum ermöglicht. Der resultierende, neue Wohnraum ist Innen- und Außenraum zugleich, können doch die raumhohen Verglasungen fast gänzlich geöffnet werden.

Während das weitauskragende Dach tagsüber Schatten spendet, leuchtet nun die gläserne Laterne in den Umraum bei Nacht. Es ist ein Leben mit und in der Natur, eine Verbundenheit, welche berührt – Grenzen werden schwach und fragil, es beginnt das innige Zusammenleben im Umraum.

 

Bauherrschaft: Privat

Planung: Rossetti+Wyss Architekten

Fotos: © David Röthlisberger